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2022-07-21 - Mt.Robson, Jackman Flats, Overlander Falls und ein Bär

Auch heute schien uns schon am Morgen die Sonne ins Gesicht, obwohl es nur 12 Grad hatte. Die Tage sind bei 28 Grad sehr heiß. In den Nächten kühlt des dann aber ordentlich ab.

Zum Frühstück gab es heute Müsli und einige kleine Wolken am strahlend blauen Himmel. Wir verließen nun nicht nur unseren ‚Whistlers Campground‘ sondern auch den ‚Jasper NP‘ .

Doch kaum ist man in Kanada aus einem Park heraussen, wartet schon der nächste Nationalpark. Wir fuhren nun in den ‚Mount Robsen NP‘ und gleich zum dortigen ‚Visitor Information Center‘. Dort erkundigten wir uns über Wandermöglichkeiten und surften ein wenig im Internet.

Das Beste dort ist allerdings die Sicht auf den ‚Mount Robson‘. Er ist mit 3.954 Meter der höchste Berg der kanadischen ‚RockyMountains‘.  Vom Parkplatz aus ragt der Berg immerhin noch 3.115 m in die Höhe.



Wir hatten das große und seltene Glück, dass wir den ‚Mount Robson‘ als Ganzes, ganz ohne herumziehende Nebel- und Wolkenfetzen sehen konnten. Und das mehrmals an diesem Tag.



Aber auch die Nachbarberge schauten nicht viel weniger imposant aus.



Vom ‚Mt. Robson Visitor Center‘ aus fuhren wir ca. 35 Km bis zum ‚Jackman Flats Park‘, der ein Teil des ‚Mount Robsen NP‘ ist. Hier hatten wir uns den ‚Big Dune Trail‘ entschieden. Ja, so eigenartig es klingt, heute machten wir eine Dünenwanderung.



Starke Stürme während der Eiszeit haben Sand vom nahen ‚Fraser River‘ hier her geweht und abgelagert. Dabei ist über die Zeit ein einmaliges Ökosystem entstanden. Nirgendwo sonst in Kanada gibt es Dünen. Viele verschiedene Pflanzen, besonders aber diverse Flechtenarten, großflächig am Boden oder vereinzelt an den Bäumen, haben sich hier ausgebreitet.



Aber auch verschiedene Insekten sind hier zu finden.



Und natürlich wunderschöne Blumen.



Anschließend fuhren wir wieder zurück fast bis zum ‚Visitor Center‘, stoppten aber ein Stück davor am Parkplatz des ‚OverlanderFalls Trail‘. Dies Weg ist nur 700m lang und führt zu den ‚Overlander Falls‘. Dieser Wasserfall ist nur neun Meter hoch, erstreckt sich aber auf eine Breite von 31 Metern.



Beim steilen Rückweg zum Parkplatz haben wir eigentlich gesagt, dass sich dieser Weg nicht sonderlich gelohnt hat. Aber dann haben wir hier unseren ersten Bären gesehen und das hat unsere Meinung über diesen Weg signifikant auf den Kopf gestellt.

Wir fuhren wieder zurück zum ‚Visitor Center‘ um einen Blog, einen Facebookeintrag und den WhatsAppStatus über die Bärenbegegnung zu erstellen.

Unweit des ‚Visitor Center‘ lag auch unser neuer Campingplatz ‚Robson Meadows Campground‘. Im Schatten des ‚Mount Robson‘, von dem wir leider zwischen den Bäumen nur ein kleines Stück sehen, haben wir einen netten Stellplatz gefunden.



 

Ob Jitka und Karel in Alaska auch Bären gesehen haben erfährt man hier.

Unsere heutige Tagestour:




 


2022-07-05 - Yale, Hell’s Gate, Lytton, Kamloops

Nach einem kräftigen, deftigen, selbstgemachten Frühstück meldeten wir uns im Büro des Campingplatzes ab und starteten unsere heutige Tour.


Kaum 20 Km von unserem Campground entfernt liegt 'Yale'. Dort wollten wir das dortige historische Museum besuchen, dass von der Zeit des Goldrausches erzählt. Leider war dieses Museum geschlossen. Dafür machten wir eine kleine Runde um das Museum um ein paar Schnappschüsse zu machen.




Wir fuhren die ganze Zeit im 'Fraser Canyon' den der 'Fraser River' im Laufe der Zeit in die Landschaft gefräst hat. Eine besonders bemerkenswerte Stelle im Canyon ist das 'Hell’s Gate'. Eine eigene kleine Gondelbahn führt von der hoch gelegenen Straße steil zum Fluss hinunter.



Dort gibt es ein kleines Besucherzentrum, das ebenfalls an die Zeiten des Goldrausches erinnert.


Hier zeigt der Fraser-River, warum es ihm gelungen ist, einen so tiefen Canyon in das Gebirge zu schneiden. Mit ungezähmter Wildheit und immenser Fließgeschwindigkeit braust der Fluss durch diese Felsenge und erzeugt unheimliche Strömungen, von denen man sich besser fernhält. Auf der Brücke über den Fluss, kann man die elementaren Kräfte des Flusses hautnah miterleben.



Ein weiters Novum im 'Fraser Canyon' ist, dass an beiden Ufern eine Eisenbahnstrecke entlang führt, die in einer spektakulären Streckenführung bei denen die Erbauer an die Grenzen des damals Machbaren gingen. Wir hatten Glück einen Lastzug beobachten zu können. Ganz fünf Minuten dauerte die vorbeifahrt des kompletten Zuges, wobei zwei Loks (eine vorne, eine hinten) ca. 200 mit je zwei Containern beladene Waggons bewegten.



Weiter ging es nach 'Lytton', wo wir uns den Zusammenschluss der Flüsse 'Fraser River' und 'Thomson River' ansehen wollten. Leider war der Lookout gesperrt, dass der ganz Ort und weite Teile in der Umgebung erst kürzlich abgebrannt sind. Fotos von den Gebäuden durften wir nicht machen, aber die verkohlten Baumstämme sind Zeugen dieses Ereignisses.



Wir genossen es heute an einem so sonnigen und warmen Tag durch viele verschiedene Landschaftsformen zu fahren. Besonders die unbändige Kraft der Flüsse 'Fraser River' und 'Thomson River' hatten es uns angetan. Aber auch an den schroffen Felsen und sanften Hügeln konnten wir uns kaum satt sehen.



Erst gegen 18:30 kamen wir in 'Kamloops' beim Campingplatz am 'Lake Paul' an, da wir wegen eines brennenden Busses in einen Verkehrsstau gerieten. Zum Abendessen gab es frisch zubereitetes Chilli Concarne.

Jitka und Karel sind weiter unterwegs. Ihren Blog findet man hier.

Unsere heutige Tagestour: