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2022-07-10 - Cobb-Lake, Banff und Calgary

Mit Speck und Ei gestärkt, die Sonne am Himmel, so fuhren wir heute früh von unserem 'Redstreak Campground' ab um nach 'Calgary' zu unserem nächsten Campingplatz dem 'Calgary West Campground' zu fahren.  

Laut  Routenplaner ist das eine Strecke von 250 Km bzw. drei Fahrstunden. Da wir aber nicht so lange im Auto sitzen wollten, fuhren wir, noch im 'Kootenay NP', zu einem kleinen Parkplatz von dem der 'Cobb-Lake-Trail' startet. 

Die Strecke führt vom Parkplatz weg stetig bergab bis zum 'Swede Creek', den man über eine 'Brücke' quert. Anschließend geht es moderat bergauf bis man zum 'Cobb-Lake' gelangt.

Der Weg führte auf einem schmalen Weg durch den Wald, der jedoch von Wind und Lawinen ziemlich ramponiert ist.



Als wir beim 'Swede Creek' ankamen und die 'Brücke' sahen, waren wir doch ein wenig erstaunt. Die 'Brücke' bestand aus einem hölzernen Steg und losen Baumstämmen. Edith balancierte über die Bäume. Doch mitten in ihrem Balaceakt beschloss sie, die Schuhe zu waschen und suchte den intensiven Kontakt zum wadentiefen Wasser. Franz wollte seine Schuhe nicht reinigen und vermied daher die Berührung mit dem Wasser.



Dann erfolgte der Aufstieg zum See. Als wie diesen erreicht hatten, waren wir überrascht wie schön dieser See liegt. Die Wolken und Bäume spiegelten im Wasser und so manche Insekten summten durch die Gegend, während Blumen am Ufer ihre Pracht zeigten.





Den Rückweg brachten wir trockenen Fußes hinter uns. Nun ging es endgültig raus aus dem 'Kootenay NP' und rein in den 'Banff NP' Richtung Calgary. Wir machten noch einen kurzen Stopp in 'Canmore' um unsere Vorräte aufzufüllen. Kurz vor Calgary gelangten wir an eine riesige Baustelle. Unsere Autobahnabfahrt war gesperrt und wir mussten einen ordentlichen Umweg fahren um zu unserem Campingplatz zu gelangen. Zum Glück hatten wir mit 'Mapy.cz' eine gute Navi-App

Der 'Calgary West Campground' ist mit allem ausgestattet, was des Campers Herz höher schlagen lässt. Hier gibt es Strom, Wasser, Abwasserstation, WC, Duschen und sogar ein Pool. Und das in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Olympiapark, sodass man im Hintergrund den Skisprungturm sehen kann.




Was Jitka und Karel so machen, sieht man hier.


2022-07-09 - Kootenay Nationalpark

Nachdem wir nun zweimal am ‚Monarch Campgroud‘ übernachtet hatten, machten wir uns auf den Weg in den ‚Kootenay Nationalpark‘.

Unser erstes Ziel heute war der ‚Marble Canyon‘. Hier wütete 2003 ein riesiges Feuer, sodass der Canyon vier Jahre für Besucher gesperrt war. Man sieht hier nicht nur verbrannte Bäume, sondern auch den etwa einen Kilometer langen, drei Meter breiten und bis zu 40 Meter tiefen Canyon durch den sich der ‚Tokumm Creek‘ presst. Und das sehr spektakulär und mit lautem Getöse.



Wesentlich ruhiger, dafür aber etwas schmutziger ging es bei den ‚Paint Pots‘ zu. Hier verleiht eisenhaltiges Wasser, dass durch verschieden Erdschichten dringt der Erde eine ockerähnliche Farbe. Schon die Ureinwohner nutzten diese besondere Erde, um damit ihre Körper und Tipis zu bemalen.





Aber nicht nur die Pots und die Farben waren interessant. Auch der Weg war einzigartig. Durch den letzten Regen stellenweise überflutet, dienten ein paar Äste und Baumstämme als ‚Brücken‘. So mussten die Besucher mehr oder weniger elegant über das Gehölz tänzeln und versuchen nicht ins tiefe Wasser bzw. in den Schlamm zu treten.



Ein paar Autominuten weiter parkten wir uns ein, um den ‚Vermilion River‘ zu bestaunen.  Dieser Fluss fließt zuerst nur so fröhlich vor sich hin, bis er sich durch eine Felsenenge hindurch quälen muss. Wie alle Gewässer in solchen Situationen macht er das laut und entwickelt dabei eine unbändige Kraft. Die glatt abgeschliffenen Felswände belegen das eindeutig.




Auf unserem weiteren Weg nach ‚Radium Hots Springs‘ machten wir bei einem Lookout halt, um die wunderbare Aussicht zu genießen.



Wenig später liefen uns auch eine Herde von den hier wild lebenden Bergziegen über den Weg.



Dann hatten wir endlich unseren Campingplatz ‚Redstreak Campground‘ erreicht. Diesmal hatten wir sogar eine Feuerstelle zur Verfügung. Wir kauften uns die Grillgenehmigung, womit wir so viel Holz wie wir wollten, mitnehmen konnten. Wir machten gleich Feuer und brieten unsere Würste. Und geschmeckt hat es uns natürlich auch.




Jitka und Karel sind gerade hier.

Unsere heutige Tagestour: