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2022-07-25 - Duffey Lake und Nairn Falls

Da wir heute Nacht keine schützenden Berge rund um uns hatten, trafen uns die Sonnenstrahlen zeitig und in voller Härte in unsere unausgeschlafenen Gesichter. Nicht eine Wolke schirmte die grellen Strahlen etwas ab.

Bald verließen wir den ‚Hat Creek Ranch‘-Campground und fuhren ab Richtung ‚Pemberton‘, dass ca. 180 Km entfernt liegt.

Einen ungeplanten Stopp legten wir bei einem kleinen, aber sehr schönen See, dem ‚Duffey Lake‘, ein. Eine Besucherin des Sees fand ihn so anziehend, dass sie sich komplett auszog und in ihm badete.



Am Seeufer ließen sich plötzlich ein paar Schmetterlinge nieder, die eine Weile brav sitzenblieben, damit wir sie in Ruhe fotografieren konnten.



Unser nächstes Ziel war der ‚Joffre Lake‘. Der Parkplatz war gut besucht und wir erwischten noch einen der wenigen freien Parkplätze. Beim Beginn des Trails zum fünf Minuten entfernten See erlebten wir eine Überraschung. Ein kleines Zelt mit Ranchern verlangte von uns eine Eintrittskarte. Wir erklärten, dass wir die Supereintrittskarte für alle kanadischen Parks hätten. Aber unsere Karte gilt leider für drei Parks in Kanada nicht. Und einer davon ist der dieser See. Wir wollten dann den Eintritt zahlen, aber das ist nicht möglich, da man sich nur Online die Karte kaufen kann. Wifi Empfang ist beim Trailbeginn leider keiner vorhanden. So sind wir verärgert weitergefahren.

Bevor wir Nahe ‚Pemberton‘ zu unserem ‚Nairn Falls Campground‘ fuhren, besuchten wir die namensgebenden Wasserfälle. Vom Parkplatz führt ein schattiger Weg 1,5 Km dem ‚Green River‘ entlang bis zu den Fällen.



Die letzten paar Meter führten über steilen, abgeschliffenen Fels, der dazu noch in der prallen Sonne lag. Bei über 30 Grad kamen wir dabei ganz schön ins Schwitzen. Im oberen Teil der Fälle braust das Wasser durch eine bizarre Felsformation.



Beim unteren Teil der Fälle ergießt sich der ‚Green River‘ nochmals mit aller Kraft über eine Felskante und erzeugt dabei einen unheimlichen Sprühnebel.



Total verschwitzt kurvten wir einmal um die Ecke und waren schon auf unserem Stellplatz. Zuerst ruhten wir etwas und genossen die ruhige Lage.



Am Abend heizten wir wieder den Griller an und brieten unsere letzte Würstelvorräte.



Kurz vor dem Abendessen gelang uns ein besonderer Schnappschuss. Wir blickten gen Himmel und da sahen wir sie. Die erste Wolke des heutigen Tages. Klein, fein, aber doch vorhanden.


Jitka und Karel sensationelle Bärenfotos gibt es hier.

Unsere heutige Tagestour:



 


2022-07-24 - Spahats Falls und Hat Creek Ranch

Strahlend weckte uns auch heute die Sonne, um sich aber bald hinter eine dünne Decke grauer Wolken zu verstecken. Es war dadurch nicht strahlend sonnig, aber doch hell und freundlich.

Nach zwei Nächten am ‚Helmcken Falls Lodge‘ ging es für uns wieder weiter. Unser Ziel, die ‚Hat Creek Ranch‘ in der Nähe von ‚Cache Creek‘ ist ca. 250 Km entfernt.

Auf der Fahrt machten wir noch im ‚Wells Gray NP‘ einen Stopp und besuchten die ‚Spahats Falls‘. Kaum hatten wir den Campingplatz verlassen und cruisten so gemütlich dahin, sahen wir ein Auto mit eingeschalteter Warnblickanlage auf unserer Straßenseite stehen. Das ist hier immer ein gutes Zeichen. So auch heute. Wir blieben auch stehen, schnappten unsere Kameras und schauten, was die Leute im anderen Auto so knipsten. Jetzt sahen wir sie auch. Es waren zwei ‚Kanadakraniche‘ mit ihrer typischen roten Stirnpartie.



Beim Parkplatz zu den ‚Spahats Falls‘ angekommen, mussten wir kaum fünf Minuten gehen, bis wir die Fälle hörten. Gesehen haben wir sie aber noch nicht. Was wir gesehen haben, war ein abrupter, imposanter Gesteinsabbruch in ein tiefes Tal hinunter.


Wir schlenderten ein Stück flussabwärts, wo wir dann eine gute Sicht auf den Wasserfall hatten. Das Wasser donnert hier auf einer Breite von 9 Meter 75 Meter in die Tiefe.



Nun verließen wir den ‚Wells Gray NP‘ endgültig und fuhren ca. 1,5 Stunden bis nach ‚Kamloops‘. Bei einem McDonalds hielten wir und nutzen das flotte WiFi ordentlich aus.

 Eine weitere Fahrstunde später kamen wir kurz vor ‚Cache Creek‘ zur ‚Hat Creek Ranch‘, wo wir einen Stellplatz vorgebucht hatten. Als wir ausstiegen, glaubten wir ein Raumschiff würde ebenfalls hier landen.

Nach dem Check-In gingen wir gleich eine Runde auf der Farm herum. Es ist keine richtige Working-Farm mehr, sondern die Eigner haben die Farm als Campingplatz und ‚Historic Farm‘ hergerichtet. Es gibt einige Gebäude in denen uraltes Gerät ausgestellt wird, von der Kutsche über Goldwaschanlage bis zu Pferdegeschirr.





Ein besonderes Highlight ist das ehemalige Hotel, das sowohl ebenerdig als auch im ersten Stock mit originalen Teilen ausgestattet wurde.

So zum Beispiel, die herrschaftlichen Wohnräume:




der Saloon:



die Schlafräume:



und Studier- und Arbeitsräume:



Natürlich gibt es auch ein paar Tiere auf der Farm, die aber eher für das Publikum als zur Fleischproduktion gehalten werden.



Und auch über die hiesigen ‚First Nations‘, in diesem Fall die ‚Shuswap‘ erfährt man hier einiges.



Eigentlich wollten wir zum Abendessen unsere letzten Würstel vergrillen, jedoch ist hier aufgrund der seit langem anhaltenden Dürre das Entfachen eines Feuers strengstens untersagt. Deshalb entnahmen wir aus unserem Vorrat eine Tiefkühlpizza und ließen uns diese gut schmecken.

Jitka und Karel hier auf Bärenjagd.

Unsere heutige Tagestour: