2022-08-02 - Bradley- und Taggart-Lake

Die gestrige Wettervorhersage sagte für heute schwere Unwetter vorher. Deshalb öffneten wir beim Aufwachen zuerst unsere Ohren und dann erst unsere Augen. Wir hörten keinen Regen und das stimmte uns schon mal gut gelaunt. Als wir jedoch auch unsere Augen so richtig öffneten, sahen wir das es doch regnete. Zwar wenig, aber doch. Eher Modell Salzburger Schnürlregen.

Wir setzten uns trotzdem ins Auto und fuhren Richtung ‚TaggartCreek Parking Lot‘. Kurz vorher kauften wir beim ‚Jenny Lake Visitor Center‘ Kaffee und Zimtrollen, die wir dann am ‚Taggert Parkplatz‘ verspeisten.

Inzwischen hatte der Regen aufgehört und so konnten wir unsere Wanderung ohne Regenbekleidung beginnen. Der Himmel war bedeckt und Nebelschwaden hingen in und an den Bergen. Als das erzeugte eine besondere Stimmung.



Zuerst gingen wir zum ‚Bradly Lake‘. Ein immer leicht ansteigender, aber nie zu steiler Weg führte uns dorthin. Als wir ankamen fing es wieder leicht zu regnen an, hörte aber schnell wieder auf.



Nach einigen Minuten Rast wanderten wir weiter zum ‚TaggartLake‘. Hier führt der Trail durch ein Gebiet in dem häufig Bären gesichtet werden. Doch nicht nur wir, sondern auch alle anderen Wanderer die wir trafen, bekamen keinen Bären zu Gesicht.



Aber es gibt ja nicht nur große Tiere, auch die kleinen Geschöpfe sind mehr als sehenswert. Und ja, auch auf dem letzten Bild ist unter all den Disteln ein Tier zu sehen. Wenn man es sehen will.





Nach guten vier Stunden war unsere Wanderung beendet und wir fuhren wieder Richtung unseres Blockhauses. Mitten auf der Strecke sahen wir plötzlich Bewegung am Straßenrand. Ein paar ‚Ponghorns‘ bzw. ‚Gabelböcke‘ ließen sich für ein paar Augenblicke sehen.



Wieder zurück in unserer Anlage genehmigten wir uns, nach den Anstrengungen der Wanderung, ein gesundes, nahrhaftes Mittagessen. Auf die Speisereste wurde auch schon gewartet, aber da ist er bei uns leider am falschen Platz.


Zum Tagesabschluss machten wir bei kurzzeitig strahlendem Sonnenschein einen kleinen Abstecher zur ‚Colter Bay Village Marina‘. Das ist ein See, von dem aus Boote in den angeschlossenen ‚Jackson Lake‘ fahren können. Heuer aber leider nicht. Der Wasserstand ist so niedrig, dass die Schifffahrt eingestellt werden musste.



Jitka und Karel haben heute das hier gemacht.

Unsere heutige Tagestour:



 


 


2022-08-01 - Jenny Lake Trail, Moose Hidden Falls

Heute war wieder einmal richtiges wandern angesagt. Als Wandergebiet hatten wir uns die Gegend um den ‚Jenny Lake‘ ausgesucht.

Zuerst fuhren wir allerdings in den Supermarkt, um Frühstück zu kaufen. Dann ging es schnell zum ‚Jenny Lake‘, denn wir wollten noch einen akzeptablen Parkplatz erwischen.

Doch unsere Fahrt wurde jäh eingebremst, da wir wieder Warnlichter an einem Auto am Straßenrand sahen. Und wir waren die nächsten die anhielten. Denn gleich neben der Straße, äste ein kapitaler Hirsch.



Endlich beim ‚Jenny Lake‘ angekommen, erhaschten wir noch einen der letzten guten Parkplätze. Sonst hätten wir weiter entfernt auf der Durchzugsstraße parken müssen. Nun konnten wir in aller Ruhe unser Frühstück bestehend aus Kaffee, Wrap und Apfeltasche, die wir uns brav teilten, genießen.

Dann gingen wir zum Ausgangspunkt des ‚Jenny Lake Trails‘ der rund um den ‚Jenny Lake‘ führt. Unser Ziel war nicht der ganze Rundwanderweg, sondern nur zirka die Hälfte davon. Denn dort gibt es dann ein Fährboot, dass uns wieder zum Parkplatz zurückbringen sollte. Vom ‚Jenny Lake Trail‘ gehen noch weitere Wanderwege weg. Zwei davon, einen zum ‚Moose Pond‘ und einen zum ‚HiddenFalls‘ wollten wir allerdings auch noch gehen.



Als wir kurz vor dem Beginn des ‚Jenny Lake Trail‘ standen, sahen wir vor uns im Gebüsch einen Tierkopf auftauchen, der sich jedoch ganz schnell zurückzog. Wir wollten flott auf das Teleobjektiv wechseln, da kam nicht nur der Kopf zum Vorschein, sondern auch der Rest des Körpers. Ein ausgewachsener Fuchs kam aus dem Gebüsch. Auf dem Wanderweg marschierend direkt auf uns zu. Da war kein Tele erforderlich. Gemächlich ging der Fuchs an uns und an den anderen Wanderern vorbei, bis er wieder irgendwo im Dickicht verschwand.



Nun konnten wir endlich die Wanderung beginnen. Der Weg war fast eben und führte meistens durch den Wald. Obwohl es doch an die 30 Grad hatte und die Höhenlage von 2.100 m für uns meist eine Belastung ist, fühlten wir uns hier pudelwohl.

Nach einiger Zeit kamen wir zu einer Abzweigung. Hier bestand die Möglichkeit zu den ‚Moose Ponds‘ abzweigen. Diese konnte man auf dem ‚MooseBonds Looptrail‘ großräumig umrunden. Wir aber wollten nur die zwei Seen sehen. Zum Glück sind diese schon relativ kurz nach der Abzweigung zu erreichen. Wir schnauften ein kurzes, aber etwas steileres Stück hinauf und dann sahen wir schon die Zwei. Ein Männchen und ein Weibchen. Ein Rentierpärchen. Die ‚Moose Ponds‘ machten ihrem Namen alle Ehre und zeigten uns diese zwei Moos.

Madame gönnte sich gerade ein frisches Bad und knabberte dazu ein paar grüne, zarte Grashalme.



Der feine Herr hielt sich im Hintergrund, stopfte sich anscheinend mit jeder Menge Gras voll, denn er hob nur selten seinen Kopf, um sein mächtiges Geweih zu zeigen.



Aber auch die ‚Moose Ponds‘ selbst waren, mit den Bergriesen im Hintergrund, sehr schön anzusehen.



Nun ging es wieder zurück zum ‚Jenny Lake Trails‘ dem wir ein Stück folgten um dann in den ‚Hidden Falls Trail‘ einzubiegen. Dieser Weg ist nicht allzu lang, allerdings stückweise etwas steiler. Aber als wir den Wasserfall rauschen hörten und dann sahen, waren die Anstrengungen gleich wieder vergessen.



Das letzte Stück zur Fähre legten wir dann auch noch zurück um uns, nach einiger Wartezeit, von der Fähre zurück zum Parkplatz bringen zu lassen.



Jetzt wollten wir aber hoch hinaus. Deshalb fuhren wir mit dem Auto auf den ‚Signal Mountain‘ auf 2.355 Meter. Bei einem kurzen Aufenthalt hatten wir eine schöne, wenn auch etwas dunstige, Fernsicht.



Und zum Abschluss gibt es heute noch ein paar Blümchen!




 Jitka und Karel heutige Abenteuer siehe hier.

Unsere heutige Tagestour: